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Führung im Botanischen Garten: Hallimasch, Trameten und Rüblinge

Nov 17
17. November 2019 11:00 - 12:00
Botanischer Garten, Loschgestraße 1, Erlangen

Die beste Zeit, um viele heimische Pilzarten näher kennenzulernen, ist der Herbst. Am Sonntag, 17. November, stellt Diana Härpfer im Botanischen Garten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) interessante Pilze vor.

Wenn regnerisches und feuchtes Wetter mit milden Temperaturen zusammentrifft, wachsen die Pilze am besten. In kürzester Zeit entwickeln sich ihre vielgestaltigen Fruchtkörper. Ob runder Bovist, die klassische Hutpilzform des Fliegenpilzes oder die an Schmetterlingsflügel erinnernden Fruchtkörper der Schmetterlings-Tramete: Form und Vielfalt der Pilze sind faszinierend. Sie bauen abgestorbene Pflanzenreste ab und leisten so einen wertvollen Beitrag zum Stoffkreislauf unserer Wälder.

Neben den essbaren Pilzen, die für Sammlerinnen und Sammler von besonderem Interesse sind, sind Pilze als Färbepflanzen weit weniger bekannt. Während die zierlichen Schwefelköpfe beim Färben gelbe bis olivgrüne Farbtöne erzielen, ist die Farbe des Tintlings sehr dunkel. Bei der Reife seiner Sporen zerfließen die Lamellen und bilden dunkle sporenhaltige Tropfen an der Hutunterseite. Aus dieser Flüssigkeit wurde früher auch Tinte hergestellt. Bei einem Spaziergang durch das Freiland des Botanischen Gartens reicht das Spektrum vom Schwefelporling bis zum gefährlichen Hallimasch – beides Pilze, die Bäume besiedeln. Besonders in der Baumpflege und der Baumkontrolle, die das Team des Botanischen Gartens für das gesamte Gelände der FAU übernimmt, spielen die Schadbilder von Baumpilzen eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen:
Katrin Simon, Tel.: 09131/85-22956, katrin.simon@fau.de